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Plissee

Plissee für den Wintergarten: Montage, Wabenplissee und der Vergleich zur Außenbeschattung

Die Nachmittagssonne brennt durchs Glas, drinnen wird es drückend. Der erste Griff geht oft zum Plissee für das nächstliegende Fenster. Für einzelne Glasflächen im Wintergarten ist das eine sinnvolle Lösung. Gegen die Hitze am ganzen Glasdach hilft ein Plissee an heißen Julitagen aber nur bedingt.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Aufbau: Ein Plissee besteht aus einem zickzackförmig gefalteten Stoff, gespannt zwischen zwei schmalen Schienen.
  • Plissee-Arten: Klassisches Plissee, Wabenplissee mit Luftkammern für mehr Hitzeschutz und Spannplissee für Dachschrägen und Sonderformen.
  • Lichtsteuerung: Von transparenten bis blickdichten Stoffen lassen sich Blendschutz und Sichtschutz gezielt einstellen.
  • Montage ohne Bohren: Klemmträger oder Klebeschienen, je nach Fenstertyp und Rahmenmaterial.
  • Bedienung und Pflege: Zugschnur oder Griffleiste zum Bedienen, trockenes Abstauben zur Reinigung.
  • Wärmebilanz im Wintergarten: Ein Plissee lässt Wärme durchs Glas herein und hält sie zwischen Glas und Stoff fest. Außenbeschattung stoppt sie schon davor.
  • Ergänzung statt Ersatz: Sinnvoll als Sicht- und Blendschutz an einzelnen Fenstern, für das ganze Glasdach bleibt Außenbeschattung die wirksamere Lösung.

Wer sich mit Wintergarten-Ideen beschäftigt, stößt bei der Innenausstattung fast zwangsläufig auf Plissees. Sie lassen sich an fast jede Fensterform anpassen, vom klassischen Rechteck bis zur Dachschräge. Als Teil der Wintergartenbeschattung übernehmen sie im Alltag vor allem Blend- und Sichtschutz an einzelnen Glasflächen. Die komplette Hitzeabwehr am Glasdach übernehmen sie seltener. Dieser Beitrag von ADA-Wintergarten erklärt Aufbau, Arten, Montage und Pflege eines Plissees. Er zeigt auch ehrlich, wo seine Grenzen im Wintergarten liegen.

Was ist ein Plissee? Aufbau und Funktionsweise

Ein Plissee ist ein Faltstoff, der in gleichmäßigen Zickzackfalten zwischen zwei schmalen Schienen gespannt ist. Ziehen Sie den Stoff nach oben, schiebt er sich zu einem kompakten Stoffpaket zusammen. Das braucht kaum Platz am oberen Fensterrand. Anders als ein Rollladen oder eine Jalousie mit starren Lamellen bewegt sich beim Plissee der gesamte Stoff gleichmäßig. Auch gegenüber einem Rollo, einer glatten Textilbahn, die einfach abgerollt wird, bietet die Faltung mehr Spielraum: Ein Rollo lässt sich meist nur ganz oder teilweise herunterziehen, während ein Plissee stufenlos in jeder Zwischenposition stehen bleibt. Dadurch sind auch Zwischenpositionen ohne festes Raster möglich. Das macht ein Plissee anpassungsfähig an Fensterformen, die sich mit klassischen Systemen kaum sinnvoll beschatten lassen. Dazu zählen Dreiecke, Trapeze, schräge Dachfenster oder schmale Oberlichter.

Der Stoff selbst besteht meist aus Polyester, teils auch aus Leinen oder Baumwolle beziehungsweise Mischungen daraus. Oft kommt eine zusätzliche Beschichtung auf der Rückseite hinzu. Für stark beanspruchte Räume gibt es schwer entflammbare Chemiefasern wie Trevira CS, die in öffentlichen Gebäuden und bei erhöhten Brandschutzanforderungen zum Einsatz kommen. Insgesamt stehen am Markt mehrere hundert unterschiedliche Plissee-Stoffe zur Auswahl, sodass sich für nahezu jede Fensterform und jeden Einrichtungsstil ein passender Farbton finden lässt. Je nach gewähltem Stoff reicht die Bandbreite von transparent über blickdicht bis vollständig verdunkelnd. Die Führung übernehmen zwei Aluminiumschienen, eine oben, eine unten, die den Stoff auf Spannung halten und ihm seine Form geben. Bei größeren Fensterflächen kommen zusätzliche seitliche Führungsschienen zum Einsatz. So weicht der Stoff auch bei Wind oder beim Öffnen des Fensters nicht aus.

Bewegungsrichtungen: einseitig oder als Duo-System

Ein Plissee lässt sich außerdem in zwei Richtungen bewegen: von oben nach unten und von unten nach oben. Als Duo-System bewegt es sich sogar aus der Mitte heraus in beide Richtungen gleichzeitig. So bleibt zum Beispiel der obere Fensterbereich für Tageslicht frei, während der untere Teil vor Einblicken schützt. Für Fenster im Wintergarten mit hohem Glasanteil ist diese Doppelfunktion oft der eigentliche Vorteil eines Plissees gegenüber einem einfachen Vorhang.

Plissee-Arten im Überblick: Klassisch, Wabenplissee und Spannplissee

Nicht jedes Plissee ist für denselben Einsatzort gedacht. Die drei gängigsten Plissee Typen unterscheiden sich vor allem in Stoffaufbau und Hitzeschutz. Dazu kommt die Eignung für gerade Fenster gegenüber Dachschrägen. Die folgende Übersicht zeigt, wo die einzelnen Designs ihre Stärken haben.

Klassisches Plissee

Das klassische Plissee besteht aus einer einzelnen Stofflage. Es eignet sich für gerade Fenster und Terrassentüren und bietet die größte Auswahl an Farben, Mustern und Designs. Weil nur eine Stoffbahn verarbeitet wird, ist der Aufbau einfach und die gesamte Anlage leicht. Das gilt etwa für Wohnräume mit normalem Fensterformat, im Wohnzimmer oder an einer Terrassentür zum Garten. Dort deckt ein klassisches Plissee die meisten Anforderungen an Sicht- und Sonnenschutz ab. Wärmedämmend wirkt eine einzelne Stofflage aber kaum, weil keine isolierende Luftschicht entsteht. An Fenstern, an denen vor allem Blendschutz und ein gewisser Sichtschutz gefragt sind, reicht diese einfache Bauart in der Regel aus.

Wabenplissee als Wärme- und Hitzeschutz

Wabenplissees bestehen aus zwei Stoffbahnen, die an ihren Faltkanten so miteinander verbunden sind, dass zwischen ihnen wabenförmige Luftkammern entstehen.

Diese Kammern schließen Luft ein und bilden eine zusätzliche Isolierschicht am Fenster. Das funktioniert ähnlich wie eine Doppelverglasung, die eine ruhende Luftschicht zwischen zwei Glasscheiben nutzt. Am Fenster wirkt sich das doppelt aus. Im Winter sorgt die Luftschicht für Wärmeschutz. Sie hält einen Teil der Raumwärme zurück, die sonst über die Glasfläche entweichen würde. Im Sommer trägt dieselbe Luftschicht zum Hitzeschutz bei.

Fachseiten zu Wabenplissees beschreiben übereinstimmend, dass die wabenförmigen Luftkammern den Wärmeaustausch am Fenster spürbar verringern. Wie stark das im Einzelfall ausfällt, hängt jedoch von Fenstergröße, Stoffdicke und Einbausituation ab. Manche Wabenplissee-Stoffe tragen zusätzlich eine reflektierende Beschichtung, die einen Teil der Sonneneinstrahlung zurückwirft, bevor sie überhaupt auf die Waben trifft. Fenster im Wintergarten strahlen im Winter kalt ab und heizen sich im Sommer stark auf. Wabenplissees sind hier deshalb die sinnvollere Wahl gegenüber einem einlagigen Stoff. Neben dem Temperatureffekt dämpfen die Luftkammern zusätzlich einen Teil des Schalls von außen, was an einer stark befahrenen Straße spürbar sein kann. Der Effekt bleibt trotzdem auf die einzelne Fensterfläche begrenzt und lässt sich nicht auf ein komplettes Glasdach übertragen. Dafür braucht es eine durchgehende Beschattung von außen.

Spannplissee für Dachschrägen und Sonderformen

Für Dachfenster, Giebelfenster oder andere schräge Glasflächen kommt eine eigene Bauart zum Einsatz, das Spannplissee. Der Stoff wird dabei nicht nur oben und unten, sondern über Führungsschienen an allen vier Seiten gespannt. So sitzt er auch bei geneigten oder unregelmäßig geformten Fenstern faltenfrei und sackt nicht durch sein Eigengewicht ab. Diese Konstruktion macht das Spannplissee zur ersten Wahl für Dreiecksfenster, Trapezformen und Dachschrägen. Solche Formen kommen in vielen Wintergärten mit geneigtem Glasdach vor. Der Stoff ist fest in der Fläche gespannt. Dadurch bleibt er auch bei geöffnetem Fenster in Position und schlägt nicht wie ein lose hängender Vorhang. Für den Einsatz an Dachfenstern im Wintergarten empfiehlt sich in der Regel eine wabenförmige Stoffvariante. So geht die Dämmwirkung nicht verloren, die ein Spannplissee gegenüber einem klassischen Plissee ohnehin schon mitbringt. Ein Dachfenster Plissee muss zudem zur Einbautiefe des jeweiligen Fensterherstellers passen, sonst sitzt die Führungsschiene nicht bündig am Rahmen.

MerkmalKlassisches PlisseeWabenplisseeSpannplissee
Stoffaufbaueine Stofflagezwei Stofflagen mit Luftkammerneine oder zwei Stofflagen, rundum gespannt
Hitzeschutzgeringspürbar durch die isolierende Luftschichtabhängig vom gewählten Stoff
Typischer Einsatzgerade Fenster, TerrassentürenFenster mit hohem WärmebedarfDachschrägen, Dreiecks- und Sonderformen
MontageartOber- und UnterschieneOber- und Unterschiene, teils seitlich geführtFührung an allen vier Seiten

Lichtdurchlässigkeit und Verdunkelung: die richtige Stoffwahl

Die Lichtdurchlässigkeit eines Plissees hängt fast ausschließlich vom gewählten Plissee Stoff ab, nicht von der Bauart. Anbieter staffeln ihre Stoffe meist in etwa fünf Stufen, von transparent bis vollständig verdunkelnd, dazwischen liegen mehrere Abstufungen an Blickdichte. Am einen Ende der Skala stehen transparente Stoffe. Sie lassen Tageslicht fast ungehindert durch und bieten trotzdem einen leichten Sichtschutz, vergleichbar mit einer dünnen Gardine. Am anderen Ende stehen verdunkelnde Stoffe, die auch bei hellem Tageslicht kaum Licht durchlassen. Sie bewähren sich vor allem im Schlafzimmer und im Kinderzimmer, wenn es tagsüber komplett dunkel sein soll. Für Bad und Küche gibt es zusätzlich feuchtraumgeeignete Stoffe, die auch bei höherer Luftfeuchtigkeit nicht ihre Form verlieren.

Dazwischen liegt die größte Gruppe: blickdichte, aber nicht verdunkelnde Stoffe. Sie lassen diffuses Licht in den Raum, blocken aber direkte Einblicke von außen. Für Wohnräume und auch für den Wintergarten ist das meist die praktikablere Wahl als ein vollständig verdunkelnder Stoff. Ein Wintergarten verliert seinen Reiz nämlich gerade durch den Lichteinfall, wenn er dauerhaft abgedunkelt bleibt.

Für die Blendschutzwirkung spielt zusätzlich die Farbe des Stoffs eine Rolle. Helle Stoffe reflektieren einen Teil des Sonnenlichts, dunkle Stoffe absorbieren mehr Wärme in der Stofffläche selbst. Für stark besonnte Fensterflächen empfiehlt sich deshalb eher ein heller oder metallisch beschichteter Stoff als ein dunkler Farbton. Der Hitzeschutz entsteht zwar in erster Linie über den Stoffaufbau, nicht über die Farbe, ein hellerer Ton unterstützt ihn aber zusätzlich. Wie stark ein Plissee blendet, hängt außerdem vom Sonnenstand ab. Bei tiefstehender Morgen- oder Abendsonne wirkt ein halb heruntergelassenes Plissee oft schon ausreichend, während hochstehende Mittagssonne eine dichtere Stoffwahl verlangt.

Stoffwahl je Raum

Der Stoff selbst entscheidet dabei stärker über das Ergebnis als die Bauart des Plissees. Ein Blick auf den konkreten Raum hilft bei der Stoffwahl. Im Wohnzimmer oder an der Terrassentür überwiegt meist der Wunsch nach flexibler Lichtsteuerung. Im Schlafzimmer zählt eher verlässliche Verdunkelung, im Büro Blendschutz am Bildschirm ohne kompletten Lichtentzug. Ein einzelnes Plissee muss dabei nicht jede Anforderung gleichzeitig erfüllen. In vielen Fällen ist die Kombination aus einem lichtdurchlässigen und einem blickdichten Stoff im selben Rahmen die praktischste Lösung.

Für den Wintergarten selbst gilt eine ähnliche Logik wie fürs Wohnzimmer oder Schlafzimmer im Haupthaus. Nur die Glasfläche ist dabei deutlich größer. Wer den Raum als Rückzugsort mit Sichtschutz zum Nachbargrundstück nutzt, wählt eher einen blickdichten Stoff. Wer ihn als lichtdurchfluteten Übergang zum Garten erhalten will, wählt eher einen transparenten. Die meisten Wintergarten-Besitzer wünschen sich viel Tageslicht im Raum. Dafür ist meist eine Kombination aus beidem an unterschiedlichen Fensterachsen die praktikabelste Lösung.

Plissee Montage ohne Bohren: Klemmen, Kleben und Schrauben

Für die Befestigung eines Plissees am Fenster gibt es drei gängige Wege. Zwei davon kommen ohne Bohrung in den Fensterrahmen aus, sofern der Rahmen aus Kunststoff oder Aluminium besteht. Bei der Klemmmontage werden Klemmträger oben und unten über den geöffneten Fensterflügel gesetzt und dort fixiert, ohne dass Löcher entstehen. Diese Variante eignet sich für die meisten Kunststofffenster und lässt sich bei einem Umzug rückstandslos wieder entfernen. Bei einem passenden Rahmen ist ein Plissee auf diese Weise oft in wenigen Minuten montiert, ganz ohne Werkzeug.

Bei der Klebemontage werden dünne Klebeleisten direkt auf den Fensterflügel oder die Glasleiste geklebt, an denen anschließend die Führungsschienen einrasten. Diese Methode kommt ohne mechanische Klemmung aus. Sie eignet sich besonders für Rahmen, an denen sich keine Klemmträger ansetzen lassen, etwa bei bestimmten Holzfenstern mit schmaler Glasleiste. Wichtig ist ein sauberer, fettfreier Untergrund, sonst hält die Klebeverbindung nicht dauerhaft.

Wo Klemmen oder Kleben nicht infrage kommen, etwa an sehr schweren Anlagen oder stark beanspruchten Fenstern, bleibt die klassische Schraubmontage. Sie hält am zuverlässigsten, dafür müssen Sie tatsächlich ein paar Mal schrauben. Für Mietwohnungen ist das meist keine Option. Für das eigene Haus dagegen ist es die stabilste Lösung, besonders bei größeren Fensterflächen im Wintergarten, wo ein Plissee häufiger bewegt wird.

Welche Montageart am Ende passt, hängt vom Fenstertyp und vom Material des Rahmens ab, nicht von persönlichem Geschmack. Kunststofffenster mit gerader Falz eignen sich meist für Klemmträger, Holzfenster oft besser für Klebeschienen. Bei Dachfenstern mit Sonderprofilen ist häufig ein spezielles Befestigungssystem des jeweiligen Fensterherstellers gefragt, dessen Anleitung dann die passende Montageart vorgibt. Geht es dagegen um die Kombination mit einer Außenbeschattung für den Wintergarten, berät Sie ADA-Wintergarten gerne.

Plissee nach Maß: Warum die richtigen Maße zählen

Ein Plissee von der Stange passt selten exakt zur tatsächlichen Größe des Fensters. Schon wenige Millimeter Abweichung an Breite oder Höhe reichen aus. Dann hat der Stoff seitlich Luft, verdunkelt nicht mehr richtig oder schlägt gegen den Rahmen. Deshalb wird ein Plissee in aller Regel nach Maß gefertigt. Es wird auf die tatsächliche Breite und Höhe des jeweiligen Fensters oder der Glasfläche abgestimmt. Standardgrößen von der Stange decken zwar die häufigsten Fensterbreiten grob ab, an Sonderformen im Wintergarten scheitern sie aber fast immer.

Beim Messen zählt vor allem die Stelle, an der später die Schiene sitzen soll. Bei Klemmmontage ist das die Breite des Fensterflügels selbst, bei Klebemontage die Fläche der Glasleiste, bei Schraubmontage die Breite der Laibung. An mehreren Punkten zu messen lohnt sich immer, denn Fensterrahmen sind selten perfekt rechtwinklig. Am Ende zählt die kleinste gemessene Breite. Für die Höhe gilt derselbe Grundsatz: Messen Sie links, mittig und rechts. Rechnen Sie bei Klemmmontage einige Millimeter Spiel für die Klemmträger ein, damit sich das Plissee später ohne Widerstand bewegen lässt.

Bei schrägen oder unregelmäßigen Formen, wie sie an Dachfenstern im Wintergarten vorkommen, braucht es zusätzlich die genaue Neigung und die Position der Eckpunkte. Nur so sitzt das Spannplissee später faltenfrei. Ein Dachfenster Plissee wird deshalb praktisch immer einzeln aufgemessen, verlässliche Standardmaße gibt es für diese Fensterform kaum. Auch an Fenstertüren und bodentiefen Fenstern im Wintergarten lohnt sich eine zweite Messung kurz vor der Fertigung. Rahmen setzen sich durch Temperaturschwankungen nämlich minimal. Wer sich bei den Maßen unsicher ist, lässt besser vor Ort nachmessen. So lässt sich ein knapp zu klein geschnittenes Plissee nicht erst nachträglich anpassen.

Bedienung und Pflege im Alltag

Die meisten Plissees lassen sich per Zugschnur oder über eine seitliche Griffleiste bedienen, die direkt an der unteren Schiene ansetzt. Bei Griffleisten genügt ein leichter Zug nach oben oder unten, ohne dass eine Schnur seitlich am Fenster hängt. Das ist besonders in Haushalten mit kleinen Kindern oder Haustieren sinnvoll. Lose Schnüre stellen dort ein Sicherheitsrisiko dar. Bei elektrisch betriebenen Anlagen übernimmt ein kleiner Motor das Heben und Senken, gesteuert per Wandschalter oder Funk. Das bietet sich vor allem bei schwer erreichbaren Dachfenstern im Wintergarten an. Dort wird eine manuelle Bedienung mit der Zeit unbequem.

Ein Plissee ist insgesamt pflegeleicht und zieht dank der glatten Stoffoberfläche vergleichsweise wenig Staub an. Bei der Reinigung reicht deshalb in den meisten Fällen ein regelmäßiges, trockenes Abstauben. Dafür eignet sich ein weicher Staubwedel oder ein Bürstenaufsatz am Staubsauger, eingestellt auf niedrige Saugkraft. Der plissierte Stoff sammelt vor allem Staub in den Faltkanten. Deshalb lohnt sich eine Reinigung von oben nach unten, damit sich der Staub nicht in tiefere Falten setzt. Feuchte Reinigung ist bei den meisten Stoffen möglich, sollte aber sparsam erfolgen. Verwenden Sie dafür nur ein leicht angefeuchtetes, fusselfreies Tuch, niemals einen nassen Schwamm, der den Stoff aufquellen lässt. Waschen im Sinne einer Textilwäsche verträgt der Plissee Stoff kaum, weil sich die Faltung dabei lösen oder verziehen kann.

Für die Mechanik selbst reicht meist eine jährliche Sichtprüfung der Führungsschienen und der Zugschnur oder Kette. Läuft ein Plissee schwergängig oder verkantet es beim Hochziehen, liegt das häufiger an leicht verschobenen Schienen als an einem echten Defekt. Das lässt sich in der Regel ohne Werkzeug korrigieren.

Innenbeschattung gegen Außenbeschattung: Wo die Wärme im Wintergarten bleibt

Ein Plissee zählt zur Innenbeschattung: Der Stoff hängt auf der Raumseite des Glases. Das unterscheidet es grundsätzlich vom Sonnenschutz für Ihren Wintergarten durch Markisen, Raffstore oder Außenjalousien. Diese sitzen vor der Glasfläche, nicht dahinter. Für die Wärmebilanz eines Wintergartens ist dieser Unterschied entscheidend, mehr noch als Stoffwahl oder Lamellenform.

Bei jeder Innenbeschattung, egal ob Plissee, Vorhang oder Innenjalousie, durchdringt die Sonneneinstrahlung zuerst ungehindert das Glas. Erst danach trifft sie auf den Stoff oder die Lamellen. Ein Teil der Wärme wird dabei zwischen Glas und Beschattung eingeschlossen, ein Effekt, der einem sich aufheizenden Gewächshaus ähnelt. Bei Außenbeschattung passiert das Gegenteil: Die Sonnenstrahlen treffen zuerst auf die Markise, den Raffstore oder die Jalousie. Dort werden sie reflektiert oder absorbiert, bevor sie überhaupt auf das Glas treffen. Die Wärme bleibt draußen, statt sich im Wintergarten zu stauen.

Warum die Fläche den Unterschied macht

Bei einem stehenden Fenster in normaler Raumhöhe fällt dieser Unterschied kaum ins Gewicht. Die Wärme verteilt sich hier im übrigen Raumvolumen. An einem Glasdach oder einer großflächigen Fensterfront im Wintergarten wirkt sich derselbe Effekt deutlich stärker aus. Die beschattete Fläche liegt hier direkt über oder neben dem Sitzbereich. Die eingeschlossene Wärme kann kaum entweichen, solange keine Fenster oder Lüftungsklappen offenstehen.

MerkmalInnenbeschattung (z. B. Plissee)Außenbeschattung (Markise, Raffstore, Jalousie)
Wärme am Glasdachdringt durchs Glas, staut sich zwischen Glas und Stoffwird schon vor dem Glas abgefangen
Witterungseinflusskeiner, da innen montiertWind und Wetter wirken direkt auf die Anlage
Typischer Einsatzeinzelne Fenster, Blend- und Sichtschutzganze Glasflächen, Fassaden, Wintergartendächer
Zusatznutzen im Winterzusätzliche Dämmschicht am Fensterkein direkter Dämmeffekt

Damit hat ein Plissee im Wintergarten durchaus seine Berechtigung, nur eben nicht als alleinige Lösung gegen sommerliche Hitze. Als Blendschutz am Schreibtisch, als Sichtschutz zum Nachbargrundstück oder als zusätzliche Dämmschicht am einzelnen Fenster im Winter leisten Wabenplissees einen echten Beitrag. Eine vollständige Verdunkelung ist dafür nicht nötig. Für die große Glasfläche eines Wintergartendachs braucht es dagegen eine Beschattung, die schon vor dem Glas ansetzt. ADA-Wintergarten plant und montiert genau diese Außenbeschattung, von der Wintergartenmarkise über Außenjalousien bis zu Rollladen und Jalousie als festverbautem System. Die sinnvolle Kombination sieht in der Praxis oft so aus: Außenbeschattung für das Glasdach und die großen Fensterflächen. Ein Plissee ergänzt das an einzelnen Fenstern, wo es um Sichtschutz oder eine flexible Lichtsteuerung im Detail geht.

Häufige Fragen zu Plissees im Wintergarten

Wie funktioniert die Montage eines Plissees ohne Bohren?

Für Kunststofffenster eignen sich Klemmträger, die oben und unten über den Fensterflügel gesetzt werden, ohne dass Löcher entstehen. Bei Rahmen ohne passende Klemmkante kommen Klebeleisten zum Einsatz, die auf einen sauberen, fettfreien Untergrund geklebt werden. Beide Varianten lassen sich bei Bedarf rückstandslos wieder entfernen, was besonders in Mietwohnungen praktisch ist.

Wie messe ich für ein Plissee nach Maß richtig?

Messen Sie die Breite an mehreren Punkten der Fensteröffnung oder des Fensterflügels, weil Rahmen selten exakt rechtwinklig sind. Verwenden Sie dabei den kleinsten gemessenen Wert. Für die Höhe gilt dasselbe Prinzip. Bei schrägen Fenstern kommen zusätzlich die genaue Neigung und die Position der Eckpunkte hinzu, damit ein Spannplissee später faltenfrei sitzt.

Was bringt ein Wabenplissee im Vergleich zu einem einfachen Plissee?

Wabenplissees bestehen aus zwei Stoffbahnen, zwischen denen wabenförmige Luftkammern eine zusätzliche Isolierschicht bilden. Dadurch sorgen sie im Winter für Wärmeschutz und tragen im Sommer zum Hitzeschutz bei. Ein einfaches Plissee mit einer Stofflage bietet dagegen vor allem Blend- und Sichtschutz, aber kaum Wärmedämmung.

Kann ein Plissee die sommerliche Hitze im Wintergarten spürbar senken?

An einzelnen Fenstern trägt ein Wabenplissee messbar zum Hitzeschutz bei, weil die Luftkammern den Wärmeaustausch am Glas verringern. Für ein komplettes Glasdach reicht diese Wirkung allein aber selten aus. Die Sonnenstrahlung ist zu diesem Zeitpunkt bereits durchs Glas eingedrungen, bevor sie auf den Stoff trifft. Wirksamer gegen sommerliche Hitze am Glasdach ist eine Beschattung, die schon vor dem Glas ansetzt.

Welche Beschattung eignet sich besser für ein Glasdach im Wintergarten: Plissee oder Außenbeschattung?

Für großflächige Glasdächer ist Außenbeschattung wie eine Wintergartenmarkise oder ein Raffstore die wirksamere Lösung. Sie fängt die Wärme ab, bevor sie das Glas erreicht. Ein Plissee bleibt trotzdem sinnvoll als Ergänzung an einzelnen senkrechten Fensterflächen, etwa für Blendschutz am Schreibtisch oder Sichtschutz zum Nachbargrundstück. Das Glasdach selbst wird dabei über eine Außenbeschattung geregelt.

Die richtige Beschattung für Ihren Wintergarten finden

Ein Plissee löst reale Probleme an einzelnen Fenstern in Ihrem Zuhause: Blendschutz am Arbeitsplatz und Sichtschutz zum Nachbargrundstück. Im Winter kommt eine zusätzliche Dämmschicht dazu, wenn Sie sich für ein Wabenplissee entscheiden. Für die großen Glasflächen eines Wintergartens, vor allem am Dach, bleibt Außenbeschattung die technisch überlegene Lösung. Sie stoppt die Wärme, bevor diese überhaupt durchs Glas dringt.

Wenn Sie noch nicht wissen, welche Beschattung zu Ihrem Wintergarten passt, Markise, Raffstore oder eine Kombination aus beidem, hilft ein erster Blick. Der Wintergarten-Konfigurator zeigt Ihnen einen ersten Eindruck von Formaten und Designs. Für die konkrete Planung an Ihrem Haus berät Sie das Team von ADA-Wintergarten direkt vor Ort, inklusive Aufmaß. Dabei erfahren Sie auch, welche Außenbeschattung zu Ihrer Glasfläche und Ihrer Sonnenausrichtung passt.

Wintergarten, Projekt aus Wien

Christine Schumann

Wien

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Wintergarten, Projekt aus Maria Ellend

Pietro Pizzonia

Maria Ellend

"Sehr geehrter Herr Török, an dieser Stelle möchte ich mich für die tolle Arbeit recht herzlich bedanken, der Sommergarten entspricht genau unseren Vorstellungen außerdem ein großes Lob an Ihre Mitarbeiter speziell an Bela er arbeitet sehr genau und somit werden wir Ihre Firma auf alle Fälle bestens weiterempfehlen..."

Wintergarten Anbau in Kaumberg

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