U-Wert Fenster
Der U-Wert eines Fensters gibt an, wie viel Wärme durch das Fenster nach außen verloren geht. Je niedriger der U-Wert, desto besser ist die Wärmedämmung des Bauteils. Dieser Wert ist eine der wichtigsten Kennzahlen bei der Auswahl neuer Fenster.
Wissenswertes zum U-Wert bei Fenstern
- Der U-Wert wird auch als Wärmedurchgangskoeffizient bezeichnet und in Watt pro Quadratmeter und Kelvin (W/m²K) angegeben
- Er beschreibt den Wärmeverlust, der durch ein Bauteil wie ein Fenster zwischen innen und außen entsteht
- Je geringer der Wert, desto weniger Energie geht über das Fenster verloren
- Beim Kauf von Fenstern ist der U-Wert eine zentrale Kennzahl für die Energieeffizienz
- Moderne Fenster erreichen deutlich niedrigere U-Werte als alte Fenster und tragen so zur Dämmung des Gebäudes bei
Wärmedurchgangskoeffizient und U-Werte einfach erklärt
- Der Wärmedurchgangskoeffizient, auch U-Wert einfach erklärt, gibt an, wie viel Wärme pro Quadratmeter durch ein Bauteil strömt
- Die Berechnung basiert auf den U-Werten der einzelnen Komponenten eines Fensters
- Bei Fenstern setzt sich der U-Wert aus mehreren Wärmedurchgangskoeffizienten zusammen: Ug (Verglasung), Uf (Rahmen, auch Frame genannt) und dem Randverbund
- Der daraus errechnete Uw-Wert ist der U-Wert für das gesamte Fenster
- Ein Standardfenster aus Kunststoff oder Aluminium kann je nach Verglasung sehr unterschiedliche U-Werte aufweisen
- Je niedriger der U-Wert des Fensters, desto besser ist der Wärmeschutz
Verglasung, Glasscheiben und Ug-Wert
- Der Ug-Wert beschreibt den Wärmedurchgangskoeffizienten der Verglasung, also der Glasscheiben
- Einfach verglaste Fenster haben einen U-Wert von ca. 5,0 W/m²K, 3-fach verglaste Fenster erreichen Werte um 0,5 bis 0,7 W/m²K
- Die Anzahl der Glasscheiben und die Gasfüllung im Scheibenzwischenraum beeinflussen den Ug-Wert maßgeblich
- Der Randverbund am Rand der Verglasung beeinflusst ebenfalls die Wärmedämmung, da hier Wärmebrücken entstehen können
- Hochwertige Fenster verwenden einen warmen Randverbund, um den Wärmeverlust direkt am Fenster zu reduzieren
- Je kleiner der Wert der Verglasung, desto besser isoliert das Fenster
U-Wert für Fenster berechnen
- Die U-Wert Berechnung für Fenster bzw. den Wert des gesamten Bauteils erfolgt nach EN ISO 10077
- Dabei werden die einzelnen U-Werte von Verglasung (Ug), Fensterrahmen (Uf) und Randverbund rechnerisch zusammengeführt
- Um den genauen U-Wert Ihrer Fenster zu berechnen, fließen Fläche und Wärmeleitfähigkeit der verschiedenen Bauteile in die Berechnung ein
- Bei jedem Bauvorhaben muss ein rechnerischer Nachweis für den Wärmeschutz erfolgen, der die U-Werte aller Bauteile berücksichtigt
- Dieser Wärmeschutznachweis von Gebäuden und Bauteilen ist beim Neubau und bei der Sanierung gesetzlich vorgeschrieben
- Online-Rechner bieten eine schnelle Möglichkeit, den U-Wert eines Fensters überschlägig zu ermitteln
Guter U-Wert beim Neubau und laut Energieeinsparverordnung (EnEV)
- Das Gebäudeenergiegesetz (GEG), das die frühere Energieeinsparverordnung (EnEV) ablöst, schreibt Höchstwerte für den U-Wert der Fenster vor
- Beim Neubau liegt der geforderte Uw-Wert für Fenster derzeit bei maximal 1,3 W/m²K
- Bei einer Sanierung gelten ähnliche Anforderungen, wenn Fenster ausgetauscht werden
- Ein guter U-Wert für neuen Fenster liegt bei 0,9 bis 1,1 W/m²K
- Fenster mit einem niedrigen U-Wert senken die Heizkosten und verbessern die Energieeffizienz des Gebäudes
- Fenster und Türen auf dem neuesten Stand der Technik haben U-Werte unter 1,0 W/m²K und bieten gute Wärmedämmung
Zusammenfassung
- Der U-Wert gibt an, wie gut ein Fenster dämmen kann, und kommt beim Kauf von neuen Fenstern eine entscheidende Bedeutung zu
- Ein höheren U-Wert bedeutet mehr Wärmeverlust, ein niedriger U-Wert steht für guten Wärmeschutz
- Die Berechnung bezieht sich auf Verglasung (Ug), Rahmen (Uf) und Randverbund als Wert des Fensters
- Das Gebäudeenergiegesetz regelt die maximal zulässigen U-Werte für Fenster beim Neubau und bei der Sanierung
- Hochwertige Fenster aus Aluminium oder Kunststoff mit 3-fach Verglasung erreichen sehr gute U-Werte und sorgen für effektive Dämmung




